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Samstag, 3. Dezember 2011

Gedenkstunde für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

Das Mönchengladbach Bündnis: „Aufstehen!
– Für Menschenwürde
– Gegen Rechtsextremismus“

ruft alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an einer
Gedenkstunde für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt
auf:

Montag, 19. Dezember 2011, um 18.00 Uhr,

in der City-Kirche, Alter Markt, Mönchengladbach



Als im Juli diesen Jahres ein rechtsextremer Gewalttäter in Norwegen ein Massaker angerichtet hatte, da empfanden wir nicht nur Mittrauer mit den 77 Mordopfern sondern tiefen Respekt vor der beeindruckenden Art und Weise, wie die Norweger auf die nationale Tragödie reagierten: Keine Äußerungen von Hass, gegenseitigen Schuldzuweisungen und gesellschaftlichem Unfrieden, dafür echtes Mitgefühl mit den Opfern, das Zusammenstehen der Einheimischen und zugewanderten Bevölkerung und entschiedenes Eintreten für die gemeinsamen Werte von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und friedlichem Zusammenleben.

Was wir in diesen Tagen in Deutschland erleben, ist von dieser Bürgergesinnung ein gut Stück entfernt. Zwar hat der Deutsche Bundestag am 22. November 2011 über alle Parteigrenzen hinweg ein eindrucksvolles Zeichen gegen den Rechtsextremismus gesetzt. Sein Präsident Norbert Lammert, gab im Namen aller Abgeordneten der „Beschämung“ Ausdruck, „dass die Sicherheitsbehörden der Länder wie des Bundes die über die Jahre hinweg geplanten und ausgeführten Verbrechen weder rechtzeitig aufdecken noch verhindern konnten“, und entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen der Mordopfer in aller Form dafür, dass sie selbst vorschnellen Verdächtigungen ausgesetzt wurden.
Aber so lange solche hoffnungsvollen Zeichen der Solidarität mit den vom Naziterror betroffenen Menschen nicht auch vom Bewusstsein einer breiten Bevölkerungsmehrheit getragen sind, laufen sie Gefahr in bloßer Deklamation zu verharren. Da helfen auch „Entschädigungszahlungen“ allein für die Folgen rechter Gewalt nicht weiter.

Als zu Beginn der 90 Jahre die Hatz auf Ausländer zunahm und neben den Häusern ausländischer Mitbürger auch wieder Synagogen brannten, regte sich in unserem Land das, was man den „Aufstand der Anständigen“ nannte. Da formierten sich überall in Deutschland Lichterketten und spontane Protestaktionen, die den rechten Verbrechen die Stirn boten. Das war auch die Zeit, als sich Mönchengladbacher Bürger und zivilgesellschaftliche Gruppen zum „Mönchengladbacher Bündnis: „Aufstehen! – Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus“ zusammenschlossen. Angesicht der braunen Terrorszene, die sich seit der gleichen Zeit im Untergrund zusammenbraute, die deutschen Sicherheitsorgane narrte und über zwei Jahrzehnten hinweg eine erschreckende Blutspur mit bisher bekannten rund 150 Toten quer durch unser Land zogen, scheint es uns an der Zeit, an die gemeinsam Erklärung der Bündnismitglieder vom Oktober 2000 zu erinnern. Dort heiße unter anderem:
„Wir sprechen alle Menschen guten Willens an, mit uns aufzustehen, um ein demokratisches Bewusstsein vom Miteinander zu schaffen. (…) die Täter müssen durch soziale Nachteile erfahren, dass Gewaltanwendung, und Extremismus keinen Platz in unsere Gesellschaft haben. Alle Menschen sind aufgerufen, sich für soziale Gerechtigkeit in allen Generationen sowie für die Achtung der Menschenrechte aller einzusetzen.“
Der „Aufstand der Anständigen“ darf nicht zum „Anstand der Zuständigen“ (Franz Walter Steinmeier) zusammenschrumpfen.
An uns, den Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, liegt es zu verhindern, dass sich rechtsradikale Denkmuster, Alltagsrassismus und Chauvinismus vom rechten Rand in die Mitte der Gesellschaft hineinfressen und von dort dem braunen Terror Nahrung bieten. Gegen diese verhängnisvolle Entwicklung und gegen alle Versuche der Verharmlosung rechtsextremistischer Gewalt wollen wir auch in unserer Stadt ein deutliches Zeichen setzen und in einer Gedenkstunde am Montag, 19.11.2011, um 18.00 Uhr in der City-Kirche am Alten Markt unserer Trauer über die Opfer des menschenverachtenden Naziterrors Ausdruck geben.
Unseren ausländischen Mitbürginnen und Mitbürger aber rufen wir zu: Reiht Euch ein in die gemeinsame „Lichterkette“! Auf Euch kommt es an, ob weiterhin Toleranz Mitmenschlichkeit und gesellschaftlicher Friede oder Ausgrenzung und Hass das Zusammenleben in unserem Land und unserer Stadt bestimmen.

Der Aufruf kann hier auch als PDF angezeigt werden.

Freitag, 4. November 2011

"Das Geheimnis der Versöhnung ist Erinnerung"

Ein Terminhinweis zu der rollenden Ausstellung "Zug der Erinnerung", die im März auch in Mönchengladbach zu sehen war. Hierzu die Pressemitteilung der Stadt Mönchengladbach zu der Veranstaltung am kommenden Montag, den 7. November im Gymnasium Odenkirchen:

[pmg.] Erstmalig zeigt Michaela Pfeiffer, mehrfach ausgezeichnete Amateurfilmerin und Mitglied des Mönchengladbacher Filmklubs "Objektiv", die von ihr erstellte Dokumentation zum "Zug der Erinnerung" öffentlich vor heimischem Publikum. Im März hat dieser Ausstellungszug in Mönchengladbach Station gemacht und eindrucksvoll an zur Nazizeit deportierte Kinder und Jugendliche erinnert. Rund 3.500 Besucher, darunter viele Schüler, haben die durch Europa rollende Ausstellung im Hauptbahnhof besucht. Die Federführung für den dreitägigen Halt des Zuges - unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Norbert Bude - lag beim hiesigen Büro der Regionaldekane im Bistum Aachen und der Stadt Mönchengladbach.

Der Film, der am kommenden Samstag beim Rheinischen Landes-Filmfestival seine Premiere hat, spiegelt Begegnungen mit Zeitzeugen, Organisatoren, Besuchern der Ausstellung sowie Schulklassen, die auf eigene Spurensuche gegangen sind, um den namenlosen Schicksalen aus Mönchengladbach eine Geschichte, ein Gesicht und damit ihre Würde wieder zu geben. Gezeigt wird der Film im Rahmen der Veranstaltung "Das Geheimnis der Versöhnung ist Erinnerung" in der Aula des Gymnasiums Odenkirchen an der Mülgaustraße 43 am Montag, 7. November 2011, 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ein weiterer Schwerpunkt an diesem Abend ist die Begegnung mit Marion Öztürk, die an das Schicksal ihres Vaters Manfred Leven erinnert. Manfred Leven - der spätere zweite Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde - wurde 1930 in Odenkirchen geboren und im Alter von neun Jahren auf dem Weg zur Schule verhaftet. Später kam er nach Auschwitz. Er überlebte den Holocaust nur knapp und starb im Jahr 2000.

Das genaue Programm:
  • Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums singen das jiddische Lied "Dos kelbl"
  • Lesung mit Marion Öztürk
  • Gebet "El malej rachamim" mit Leah Floh, Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde
  • Schülerinnen und Schüler: "Osse schalom"
  • Filmpräsentation "Zug der Erinnerung"
  • Ausstellung von Schülern zu Manfred Leven und zum Ehepaar Selma und Felix Horn, die nach Theresienstadt deportiert wurden, wo sie 1943 starben
"Wir freuen uns sehr über diese Veranstaltung, die wenige Tage vor der Gedenkfeier zur Pogromnacht 1938 (9. November) und der Verlegung weiterer Stolpersteine (12. November) stattfindet. Unsere Schüler haben die Patenschaft für die Stolpersteine Selma und Felix Horn übernommen", betont Peter Hörchens. Lehrer am Gymnasium Odenkirchen. "Und sie sind auch aktiv auf Spurensuche beim 'Zug der Erinnerung' gegangen. Ihre Ausarbeitungen zu Manfred Leven wurden als Exponate in den Waggons ausgestellt", ergänzt sein Kollege Gerd W. Hochscherf. Ihm und seinen Schülern begegnet man im Film von Michaela Pfeiffer wieder.

Gleich dazu ein weiterer Terminhinweis für den Mittwoch:

Am Mittwoch, 9. November, findet ab 18.30 Uhr am Mahnmal zur Erinnerung an die Zerstörung der Rheydter Synagoge an der Wilhelm-Strater-Straße / Ecke Werner-Gilles-Straße eine Gedenkfeier statt. Oberbürgermeister Norbert Bude lädt alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Schulen ein, daran teilzunehmen. "Auch in Mönchengladbach gingen in der Pogromnacht Synagogen in Flammen auf oder wurden zerstört. Damit begann die Ausgrenzung, Deportation und Ermordung jüdischer Bürgerinnen und Bürger", erinnert Bude an den 9. November 1938.

Im Anschluss an die Gedenkfeier findet unter dem Thema "Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?" um 19.30 Uhr in der Christuskirche der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde, Oskar-Graemer-Straße 10, ein christlich-jüdischer Gottesdienst statt.

Samstag, 29. Oktober 2011

Weltuntergang verpasst

Man sollte Termine künftiger Weltuntergänge besser im Auge halten und diese möglichst in einer Wiedervorlage halten, damit der Überblick nicht verloren geht.

So lese ich erst heute, dass gestern die Welt (wieder einmal) untergangen ist. Oder "sei" oder "wäre" - ich bin mir über die korrekte Verwendung der Zeit bei diesem Thema nicht ganz im klaren.

Auf jeden Fall schreibt Florian Freistetter in dem zu empfehlenden ScienceBlogs:

Denn angeblich soll der große Weltuntergang 2012 nicht am 21.12.2012 erfolgen sondern schon morgen. Der Mayakalender endet nämlich nicht nächstes Jahr im Dezember sondern schon am 28. Oktober. Geht morgen also alles zu Ende?
Die Antwort ist bereits gegeben - zumindest der Niederrhein steht noch. Damit künftige Weltuntergänge besser geplant und bewertet werden können, hier noch ein Link zum gleichen Blog unter dem Titel Weltuntergang 2012: Fragen und Antworten.Was mir persönlich besser gefällt und vermutlich auch die beste Erklärung für all den Hokuspokus mit irgendeiner Apokalypse bietet, steht hier:

Die Welt wird im Jahr 2012 nicht untergehen. Es wird kein Planet X kommen und uns alle zerstören; kein Sonnensturm wird uns ausrotten, auch Polsprünge, Synchronisationsstrahlen, der Komet Elenin und der Supervulkan werden uns in Ruhe lassen. Der Maya-Kalender endet nicht am 21.12.2012 und es gibt auch keine Maya-Prophezeiungen über das Jahr 2012. Die ganze Weltuntergangshysterie ist kompletter Unsinn. Aber - so lautet eine Frage die man mir sehr häufig stellt - wenn das alles nicht stimmt, warum gibt es dann so viele Leute, die diese Behauptungen verbreiten? Wenn die Welt 2012 nicht untergeht, wenn 2012 nichts Besonders passiert: Wieso hört man dann überall im Internet, in Zeitungen und im Fernsehen davon? Warum reden alle vom Weltuntergang, wenn da nicht doch irgendwo was Wahres dran wäre? Die Antwort ist ganz einfach: Geld! Mit der Angst vor dem Weltuntergang kann man wunderbar Geld verdienen.
Manche Fragen sind relativ einfach und sehr unspektakulär zu beantworten!

Samstag, 5. März 2011

Vorpremiere des Veilchendienstagszugs

Der Höhepunkt des Mönchengladbacher Karnevals wird auch in diesem Jahr der Veilchendienstagszug sein. Immer dann, wenn sich der Karnevalstrubel in den Nachbargemeinden schon gelegt hat, geht es in Mönchengladbach noch einmal richtig los. Am 8. März, um 13.11 startet in diesem Jahr der Veilchendienstagszug und zieht Jecken aus nah und fern in die Vitusstadt. Mit fünf Kilometern Länge, rund 4000 Zugteilnehmern, 68 Festwagen, 41 Bagagewagen, 62 Fußgruppen, 28 Tanz und Funkengarden, vier Reitergruppen und vier Kutschen sowie 32 Musikkapellen, die die Jecken im die richtige Stimmung bringen, zählt der "VDZ" zu den größten Umzügen in der Bundesrepublik.

prisac hat dieses wichtige kulturelle Ereignis bereits vorab verarbeitet. In diesem Video werden die Themen die Mönchengladbach beschäftigen aus einer anderen Sicht gezeigt:



Und wer weitere Infos zum diesjährigen Karneval sucht, der findet bei der Rheinischen Post eine Seite, der Mönchengladbacher Karnevalsverband ist hier erreichbar und den Zugverlauf findet man - ebenfalls von prisac - im Eiltempo hier.
Das diesjährige Motto (auf hochdeutsch!) sprüht nicht gerade vor Kreativität und Einfallsreichtum. Hoffentlich wird der Zug besser. Fotos vom Standort Aretzplätzchen werden gemacht.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Eickener Friedensveranstaltung

Das Mönchengladbacher Bündnis „Aufstehen! – für Menschenwürde, gegen Rechtsextremismus“ wird am 21. Dezember auf dem Eickener Marktplatz eine vorweihnachtliche Friedensversammlung abhalten. Anlass dazu sind Versuche aus der rechtsextremen Szene, eine „Wintersonnenwende“ an selber Stelle abhalten zu wollen.

Die PDF-Einladung dazu habe ich auf meinem Server gelegt.

Mittwoch, 22. September 2010

Kunstausstellung "Im kleinen Garten"

Ich stecke (immer) noch im Umzug und bekomme langsam ein schlechtes Gewissen, weil mein Blog kein Futter mehr bekommt.

Hier in Eicken fühle ich mich langsam wohl. Nein, das Thema "Islamschule" kommt hier nicht vor; dafür ein kleiner Veranstaltungstipp eines kleinen Lädchens in der Nähe:

Marlies Theissen und Andrea Senger organisieren wieder eine kleine Kunstausstellung auf der Eickener Strasse 193 "im kleinen Garten". Beginn ist der kommende Samstag (25. September) ab 11 Uhr. Der Erlös aus Speisen und Getränken kommt dem Tierschutz zugute.

Samstag, 14. August 2010

Paraskavedekatriaphobie

Quelle: Wikipedia
Nein, ich bin nicht abergläubisch! Keinesfalls - aber "man weiß ja nie". Und so schreibe ich über den gestrigen Freitag den 13. auch erst am Samstagmorgen.

Den Begriff Paraskavedekatriaphobie ist natürlich allgemein bekannt. Ich habe ihn jedoch erst durch einen Beitrag im Werbeblogger kennengelernt, der dort eine nette Werbeanzeige vom Autoverleih Sixt kommentiert.

Auch der Spiegel schreibt eine freundliche Geschichte "Der Mann, der Freitag, den 13. erfand". Dort wurde meine ursprüngliche Meinung, dieser Unglückstag hat etwas mit dem 13. Oktober 1307 zu tun, korrigiert. An diesem Tag nämlich wurden in Frankreich die Templer verhaftet und nach langjährigen Prozessen verbrannt; der Orden zerschlagen.

Wie auch immer: dieser Tag ist vorbei. Der nächste Termin ist im Mai nächsten Jahres.

Freitag, 28. Mai 2010

Mönchengladbach - Rollende Ausstellung über Deportationen

Mönchengladbach - Rollende Ausstellung über Deportationen: "Der 'Zug der Erinnerung' soll im kommenden Jahr an Bahnhöfen in Mönchengladbach und Umgebung Halt machen. Die rollende Ausstellung zur Geschichte der Juden-Deportationen im Dritten Reich könnte, so der Plan von Regionaldekan Ulrich Clancett, zwischen Oster- und Sommerferien 2011 in der Region einfahren. Und er könnte dabei auch Ziele wie Korschenbroich und Jüchen ansteuern."

Mittwoch, 2. September 2009

Stolperstein für Theo Hespers

Hier die Pressemitteilung der Stadt Mönchengladbach:

Mit seinen Stolpersteinen erinnert der Künstler Günter Demning an die Opfer der NS-Zeit, indem er an ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. In mehreren Aktionen hat der Kölner Künstler im Stadtgebiet inzwischen 177 Stolpersteine verlegt.
Am Freitag 4. September, wird der Künstler in Begleitung von Oberbürgermeister Norbert Bude und den Bürgerinnen und Bürgern, die sich als Paten dafür stark gemacht haben 15 weitere Steine verlegen. Auf den Steinen ist das Schicksal von ehemaligen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt dokumentiert.
Hier eine Übersicht der Standorte, Zeiten und Personen, für die Stolpersteine verlegt werden: - Humboldtstraße 27, 9 Uhr, für August Meyer, Selma Robens und Henriette Stern - Speicker Straße 13, 9.30 Uhr, für Anna und Helene Fröhling - Am Kämpchen 1, 10 Uhr, für Theo Hespers - Ruhrfelder Straße 51, 10.30 Uhr, für Sofia und Jakob Liffmann - Mülgaustraße 13, 11 Uhr, für Sophie Stern, Hildegard und Kurt Oberländer - Berger Dorfstraße 27, 11.30 Uhr, für Albert, Paula, Herbert und Ruth Zander

Einer der Stolpersteine, die Günter Demning am 4. September vor dem Haus Am Kämpchen 1 in Mönchengladbach verlegt, erinnert an Theo Hespers, der am 12.12.1903 in Mönchengladbach geboren wurde. Schon in jungen Jahren setzte sich Hespers für humane und soziale Grundfragen ein und wurde zum erbitterten Gegner der Nationalsozialisten. 1933 kandidierte er für die „Christlich-Soziale-Reichspartei“. Nach der Machtergreifung Hitlers musste er fliehen und lebte als Emigrant in den Niederlanden. Von dort organisierte er den Widerstand gegen das NS-Regime. 1942 wurde er in Antwerpen verhaftet, am 22.Juli 1943 vom Volksgerichtshof Berlin zum Tode verurteilt und am 9. September 1943 hingerichtet.

Bisher liegen knapp 210 Patenschaftswünsche vor, so dass auch noch im kommenden Jahr weiter Stolpersteine verlegt werde. Oberbürgermeister Norbert Bude hat die Patenschaft für einen Stolperstein vor dem Haus Mülgaustraße 13 (Hildegard Oberländer) übernommen Patenschaften für Stolpersteine Für 95 Euro kann jeder eine Patenschaft für das Herstellen und Verlegen eines Stolpersteins übernehmen. Einen Überblick der bisher verlegten Stolpersteine und die Personen, an die diese erinnern, findet sich auf der Internetseite www.moenchengladbach.de Einladung zur Berichterstattung: Zur Berichterstattung mit Fotografen sind die Redaktionen herzlich eingeladen. Bildaufnahmen bieten sich um 10 Uhr vor dem Haus Am Kämpchen 1 und um 11 Uhr vor dem Haus Mülgaustraße 13 an.


Ganz besonders freue ich mich darüber, dass nun (endlich) auch ein Stolperstein für Theo Hespers verlegt wird - vor seinem Geburtshaus Am Kämpchen 1. Wer mehr über die Stolpersteine erfahren will, kann sich in der Wikipedia oder auch direkt auf der Webseite des Künstlers Günter Demnig informieren. Wenn ich es nicht wieder vergesse, den Akku meiner Kamera aufzuladen, werden die Fotos auch hier veröffentlicht.

Freitag, 31. Juli 2009

System Administrator Appreciation Day



Gedenktage gibt es nun wirklich genug. Am 8. August "feiern" wir übrigens den Internationalen Katzentag. Aber heute ist ein sehr wichtiger Tag: Der System Administrator Appreciation Day; also der Tag des Systemadministrators - genauer dessen Anerkennung im täglichen EDV-Leben.

Die Wikipedia schreibt dazu:
Der System Administrator Appreciation Day (engl. appreciation = Anerkennung) findet seit dem 28. Juli 2000 jedes Jahr am letzten Freitag des Monats Juli statt. Der Gedenktag wurde vom Systemadministrator Ted Kekatos erfunden. Kekatos wurde durch eine Anzeige von Hewlett-Packard inspiriert, in der einem Systemadministrator mit Blumen und Obstkörben von Mitarbeitern gedankt wird, weil er neue Drucker installiert hat.
Er soll dazu dienen, dem Systemadministrator, der seine Aufgaben üblicherweise im Hintergrund erledigt, ohne große Aufmerksamkeit zu erregen, einmal im Jahr für seine gute Arbeit zu danken.
Obwohl die Schaffung dieses Gedenktages sicher einige humoristische Aspekte hat, ist der ernste Hintergrund dahinter, auch den Menschen zu danken, deren Arbeit man nicht immer unmittelbar bemerkt und die man normalerweise nur ruft, wenn etwas nicht funktioniert.
Dazu gibt es natürlich eine entsprechende Webseite. Und natürlich nicht zu vergessen einige Videos mit Songs zu diesem wichtigen Tag: hier und hier. Und wer diesem eher unauffälligen Wesen des Sysadmins eine Freude bereiten will, der kann bei tecchannel.de die passenden Geschenke aussuchen.

Sonntag, 31. Mai 2009

Fotos vom Bürgerfest

Man sollte den Akku aufladen, wenn man Fotos machen will! Und so ist leider leider die Beute beim Bürgerfest sehr mager ausgefallen. Vielleicht findet sich ja der eine oder andere, der weiteres Material zur Verfügung stellt ...

Ich habe bei diesen Fotos erstmals die Picasa-Webalben eingesetzt, um diese und kommende Fotogalerien recht problemlos zur Verfügung zu stellen.


Donnerstag, 28. Mai 2009

Bürgerfest "Wir feiern unsere Demokratie"

Ein wichtiger Terminhinweis für Mönchengladbach:

29. Mai 2009, 18.00 Uhr - 22.00 Uhr
Eickener Marktplatz



veranstaltet vom Mönchengladbacher Bündnis:
"Aufstehen - Für Menschenwürde - Gegen Rechtsextemismus"

Schirmherr Oberbürgermeister Norbert Bude

Programm:
  • REMEMBER BAND
  • Historische Szenenbilder in Wort und Lied ab 18.45 Uhr dargestellt von prominenten Bürger unserer Stadt Mönchengladbach
  • Kulinarische Erlebnisse
  • Alle Getränke 1 Euro
Mehr Infos hier ...

Dienstag, 26. Mai 2009

Lucas Zeise: Ende der Party

Die Explosion im Finanzsektor und die Krise der Weltwirtschaft.

Eine Veranstaltung am 27. Mai 2009, 19.00 Uhr - 21.00 Uhr im Haus der Regionen Bettrather Str. 22, Mönchengladbach.

Organisiert von: Arbeitslosenzentrum MG, Armutskonferenz MG, Bündnis für Menschenwürde und Arbeit, Büro der Regionaldekane MG + HS, DGB Region Düsseldorf / Mittlerer Niederrhein, Fachbereich Arbeiter- und Betriebspastoral im Bistum Aachen, Kath. Forum für Erwachsenen-und Familienbildung MG + HS, Gemeindeverband Evangelischer Kirchengemeinden MG, IG-Metall MG, Katholikenrat MG, Katholische Arbeitnehmer Bewegung MG, Katholische LIGA MG, Seminarreihe Linker Niederrhein, ver.di Linker Niederrhein, Volksverein MG

Gleich als Buchtipp: Die Krise der Finanzmärkte ist nicht ausgestanden. Sie beschädigt auch die »Realwirtschaft« und wächst sich zu einer veritablen Weltwirtschaftskrise aus. Lucas Zeise untersucht Ursachen und Ausgangsbedingungen der Finanzkrise und beschreibt ihr außergewöhnliches Ausmaß. Besonderes Augenmerk widmet er der politisch durchgesetzten weltweiten Deregulierung als wesentlicher Krisenursache. Detailliert schildert er, wie Banken, Notenbanken und Finanzpolitiker mit der von ihnen verursachten Krise umgehen, was sie bisher unternommen haben und wie sie einen möglichst großen Teil der Verluste zu »sozialisieren« versuchen. Dass der Banken- und Finanzsektor neu und scharf reguliert werden muss, ist kaum noch von der Hand zu weisen. Lucas Zeise erörtert, welche Vorstellungen und Vorschläge es hierzu gibt. Und er weist nach, dass eine effektive öffentliche Aufsicht und Kontrolle nicht nur notwendig, sondern auch möglich sind. Offen bleibt nur die Frage, ob auch der dafür erforderliche politische Willen vorhanden ist.

Hier steht der Flyer als PDF-Datei zur Verfügung!

Im Januar war Lucas Zeise bereits in Krefeld zu Gast. Hier ist ein kurzer Bericht zu dieser Veranstaltung zu finden.


Montag, 25. Mai 2009

Veranstaltungskalender


Bislang hatte ich in Splitter & Balken einen Veranstaltungskalender mitlaufen lassen, der Termine in unserer Region anzeigte. Leider musste ich diesen Service einstellen, da es doch ziemlich aufwändig wurde, Veranstaltungstermine zu sammeln und in den Google-Kalender zu übertragen. Ausgesuchte Termine gibt es weiterhin in der Rubrik Termine & Veranstaltungen.

Bei der Bearbeitung dieses Blogs habe ich nun daran gedacht, diesen Service wieder aufzunehmen und zu hoffen, dass es möglicherweise Mitarbeit gibt. Bei der Erstellung des Kalenders habe ich erfreut festgestellt, dass es nun möglich ist, auch "fremde" Kalenderdaten darzustellen, ohne - wie es zuerst war - diese in den eigenen Kalender zu übertragen. Eine wesentliche Erleichterung, die es erlaubt, dass in den nächsten Tagen dieser Kalender auch auf Splitter & Balken wieder aktiv wird.

Schön wäre es natürlich, wenn ich weiterhin über interessante Termine in unserer Ecke informiert werde.