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Freitag, 10. Juli 2009

Neuromancer

Vor ein paar Tagen bin ich in der taz über den Artikel Eintauchen in den Netz(t)raum gestolpert und daran erinnert worden, dass das Buch Neuromancer dieser Tage 25 Jahre alt wurde. Die deutsche Ausgabe (etwa 1987 erschienen) habe ich damals verschlungen und konnte nicht erwarten weitere Bücher von William Gibson zu bekommen.

Wer heute dieses Buch liest, wird sich vielleicht wundern, warum es damals so prägend war. Ich erinnere mich, dass "Internet" zu dieser Zeit noch nicht in Deutschland angekommen war. Ich hatte noch einen BTX-Zugang und wählte mich mit einem (illegalen) Modem ins FIDO-Netz ein. Erst später mit der Liberalisierung des Kommunikationsmarktes gab es preisgünstigere Alternativen. Übrigens gibt es hier eine gut geschriebene Dokumentation zu der Geschichte des Internets in Deutschland.

Ähnlich wie bei dem Roman 1984 von George Orwell fragt man sich, welche der damals prognostizierten Verhältnisse heute Wirklichkeit geworden sind. Und man wird mit Bestürzung feststellen, dass zumindest die negativen Aspekte heutzutage durchaus real geworden sind. Im Neuromancer ist die Welt global geworden. Regierungen gibt es keine mehr oder spielen eine sehr untergeordnete Rolle. Für „Ordnung“ sorgen private, paramilitärische Sicherheitsdienste. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen oft mit Technologie, wie mit dem von William Gibson geprägten Begriffs des Cyberspaces - eine dystopische Welt.

Ein interessantes Interview mit Gibson ist in Telepolis nachzulesen. Gibson sagt:
Ich bin viel mehr dabei gewesen, wie eine neue Technologie entstand, die mich zu meinen Geschichten inspirierte. Das ermöglichte es mir in den späten 70igern über den Cyberspace zu schreiben, bevor es das Internet richtig gab. Das wiederum gab mir die Reputation SF-Autor zu sein. Das war sozusagen ein Unfall. Es war ein Versehen der Geschichte. Wäre ich in der Nacht dabei gewesen, als die Dampfmaschine erfunden wurde und hätte es aufgeschrieben, wäre mir dann die Ehre zu Teil geworden, der Erfinder der Dampfmaschine zu sein?
Auch der Begriff des Cyberpunks wurde mit der Erscheinung des Neuromancers geprägt. Die Wikipedia notiert hierzu u.a.:
Vor diesem Hintergrund zeichnet Cyberpunk oft das Bild einer Subkultur, die gleichsam als Gegenpol zu einer neuen Weltordnung ohne soziale und persönliche Sicherheit entstand. Die Hauptfiguren sind meist die Verlierer dieser Entwicklung. Es sind Glücksritter und Abenteurer, die – oftmals unfreiwillig – ein Leben abseits der Großkonzerne „im Schatten“ der Gesellschaft führen. Viele Erzählungen setzen sie als Protagonisten der Macht und Skrupellosigkeit der entfesselten Konzerne entgegen.
Vorläufer dieser Cyberwelten war für mich Anfang der 70er der Film Welt am Draht von Fassbinder gewesen. Erst viel später kam mir der Roman Simulacron-3 in die Hände, der die Vorlage zu dem Film lieferte. Nicht zu vergessen ist natürlich Blade Runner, dessen literarische Quelle bei Philip K. Dick liegt. Typische Technologie-Themen des Cyberpunks (Nanotechnologie, Gentechnik, Virtuelle Realität) werden heute auch von Autoren wie Michael Crichton und Stephen King behandelt und sind nun Mainstream geworden. Und sind - um an die visionären Leistungen wieder anzuknüpfen - heute Gegenstand aktueller politischer und gesellschaftskritischer Diskussionen.

Montag, 6. Juli 2009

Thriller

Wer kennt das Video Thriller von Michael Jackson nicht? Immerhin ist es das weltweit meistverkaufte Studioalbum. Zugegeben - mit ein wenig Wehmut habe ich heute mal in YouTube nach dem Video gesucht. Und noch ganz andere gefunden:

Wer hätte gedacht, wie viele Nachahmer es gibt. Anscheinend scheint das Video besonders für Hochzeiten inspirierend zu sein. Hier, hier und hier gibt es einige Beispiel.

Auch in der Werbung ist das Video schon Vorbild geworden und animierte bereits zu einem Weltrekord mit 242 Studenten. Obwohl der flashmob in Liverpool meines Erachtens diesen sprengte.

Auch vor einer A-Capella-Version machte das Video nicht halt und selbst Computerspiele "World Of Warcraft" (wow) oder Sims2 waren auf dem "Thriller".

Während die Bollywood-Version sehr an das Original herankommt, bleibt die Interpretation der Royal Guards schon sehr britisch steif. Doch auch die japanische Fassung scheint nur etwas für extreme Liebhaber des Genres zu sein.

Selbst Lego-Figuren üben sich in dunklen Tanzschritten. Unübertroffen aber sicherlich die "Final Fantasy"-Variante.

Nicht so überzeugend ist ein Werbespot für Obama.

Und schliesslich hier die "deutsche" Version von Otto:

Mittwoch, 1. Juli 2009

Tauschbörse

Schon seit längerer Zeit nutze ich die Tauschbörse von tauschticket. Hier biete ich Bücher an, die von anderen Nutzern angefordert werden können. Dafür erhält man je nach Angebot besagte Tickets, die dann genutzt werden können, um andere Bücher bei anderen Nutzern anzufordern. Denn es ist das "Avis" von Tucholsky an seinen Verleger Rowohlt immer noch aktuell:
Von allen Leser-Briefen, lieber Meister Rowohlt, scheint mir dieser hier der allerschönste zu sein. Er stammt von einem Oberrealschüler aus Nürnberg.

»Lieber Herr Tucholsky!

Erlauben Sie mir, daß ich Ihnen zu Ihren Werken meine vollste Anerkennung ausspreche. Das wird Ihnen zwar gleichgültig sein – aber ich möchte doch noch eine weitere Bemerkung hinzufügen. Hoffentlich sterben Sie recht bald, damit Ihre Bücher billiger werden (so wie Goethe zum Beispiel). Ihr letztes Buch ist wieder so teuer, daß man es sich nicht kaufen kann.

Gruß!«

Da hast es.

Lieber Meister Rowohlt, liebe Herren Verleger! Macht unsre Bücher billiger! Macht unsre Bücher billiger! Macht unsre Bücher billiger!

Mit Tauschticket werden die Bücher zwar nicht billiger, aber durch den Tausch kann man doch das eine oder andere interessante Buch finden. Vor einiger Zeit wurde das Angebot um PC-Spiele und Musik erweitert. Heute startete tauschticket eine weitere Ergänzung: Nun kann alles zum Tausch angeboten werden. Ich habe eben die ersten Angebote gesichtet. Sicherlich gibt es hier einen Großteil Schrott, aber ein Computerteil habe ich bereits angeordert. Ich denke, dass diese Erweiterung eine gute Alternative zu ebay ist!

Das Banner führt direkt zur Websseite:

Montag, 29. Juni 2009

Spieletipp (2)

PANDA'S BIG ADVENTURE heisst ein weiteres Flash-Spiel, das ich gestern am Sonntag gefunden und gespielt habe. Ein wenig Zeit sollte man für die Lösung dieses Adventures schon mitbringen, denn der Lösungsweg ist nicht der einfachste. Zumindest war ich kurz davor aufzugeben.

Samstag, 20. Juni 2009

Spieletipp (1)

Wo wir gerade bei Spielen sind. Es gibt immer wieder neue Spiele zu entdecken, die grafisch gelungen sind und einfach nur Spass machen. Als erstes hier ein Link zu einem sehr schönen Flashspiel, das von einem einsamen Roboter handelt, der nach einem langen Schlaf - bedingt durch einen Stromausfall - überraschend durch einen Blitzeinschlag zum "Leben" erweckt wird und sich nun auf die Suche zur Reparatur machen muss.

Das Spiel ist für Profis recht einfach zu lösen - Anfänger müssen wahrscheinlich bei einigen Problemen grübeln - bereits bei der ersten Herausforderung. Hier ein kleiner Tipp: Ein Blick durchs Fernrohr kann manche PINs verraten...

Little Wheel
Los gehts

Mittwoch, 17. Juni 2009

Mensch, ...

"Mensch, ärgere mich nicht" (siehe) wurde heute vom Informatiklehrer bewertet: Sehr gut!

Da freut sich die Gruppe, weil so auch das kommende Schulzeugnis besser aussehen wird. Und jetzt kann der Link dazu für den Rest der Welt genannt werden.

Montag, 15. Juni 2009

Mensch, ärgere mich nicht

Unglaublich, was die Blagen heute bereits im Informatik-Unterricht leisten müssen. Projektaufgabe war, ein Spiel zu prgrammieren, nachdem einige Kenntnisse in HTML und JavaScript eingeübt worden sind.

Entschieden hat sich die Projektgruppegruppe mit Aaron, Marc und Puya am Gymnasium Geroweiher für das allbekannte "Mensch ärgere dich nicht". Man würde heute dieses Spiel natürlich in Flash schreiben - eine Herausforderung sicherlich, dies einmal in JavaScript zu versuchen. Ein ganz klein wenig habe ich dabei geholfen.

Morgen ist der Abgabetermin für diese Aufgabe. Noch werden die "bugs" gesucht und (hoffentlich) auch gefunden und ausgemerzt.