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Donnerstag, 17. Dezember 2009

Militär mal anders


North American Aerospace Defense Command kurz NORAD heißt die Einrichtung der amerikanischen und kanadischen Streitkräfte, die normalerweise den Weltraum überwachen und vor Angriffen mit Interkontinentalraketen warnen soll.

Glücklicherweise haben die Militärs noch einen anderen - möglicherweise wichtigeren - Auftrag jedes Jahr am 24. Dezember zu erfüllen. Sie überwachen die Flugroute des Weihnachtsmanns und geben detaillierte Informationen zum Flug ab. Dafür sind sie ja Spezialisten, wie man hier nachlesen kann:

Für die Ortung des Weihnachtsmanns setzt NORAD vier Hightech-Systeme ein – Radar, Satelliten, Santa-Cams und Düsenjäger.

Zunächst suchen wir den Weihnachtsmann mit dem Radarsystem von NORAD, dem "North Warning System". Diese Radarlinie besteht aus 47 einzelnen Systemen an der nördlichen Grenze von Nordamerika. An Heiligabend überwacht NORAD das Radar fortwährend auf Anzeichen darauf, dass der Weihnachtsmann den Nordpol verlassen hat.

Sobald das Radar anzeigt, dass der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten losgeflogen ist, kommt unser zweites Meldesystem ins Spiel. Die Satelliten sind geostationär 22.300 Kilometer über der Erdoberfläche positioniert und mit Infrarotsensoren ausgestattet, die Wärmequellen ausmachen können. Erstaunlicherweise sendet die leuchtend rote Nase des Rentiers Rudolph ein Infrarotsignal aus, das unseren Satelliten die Ortung von Rudolph und dem Weihnachtsmann ermöglicht.

Als drittes Ortungssystem dienen die Santa-Cams. Diese Kameras verwenden wir seit 1998, als wir unser Programm zur Ortung des Weihnachtsmanns erstmals ins Internet gestellt haben. Santa-Cams sind ultracoole Hightech-Hochgeschwindigkeitskameras, die an vielen Orten auf der ganzen Welt positioniert sind. NORAD nutzt diese Kameras nur einmal im Jahr an Heiligabend. Die Kameras halten die Reise des Weihnachtsmanns und seiner Rentiere zu den Kindern in aller Welt auf Fotos und Videos fest.

Das vierte System besteht aus Düsenjägern. Kanadische NORAD-Jagdflieger mit ihren CF-18-Jets begleiten den Weihnachtsmann und heißen ihn in Nordamerika willkommen. In den USA warten die Piloten der amerikanischen NORAD-Düsenjäger F-15 und F-16 schon darauf, ein Stück weit mit dem Weihnachtsmann und seinen berühmten Rentieren zu fliegen: Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Donner, Blitzen und natürlich Rudolph.


Man sollte nicht annehmen, dass diese Aktion ein neues Aufgabengebiet nach dem Ende des Kalten Krieges sei. Nein, entstanden ist dies bereits 1954 als Irrtum. Diese Tradition rührt von einem Schreibfehler in einer Telefonnummer her, den ein Sears-Geschäft in Colorado verursacht hatte. Kinder, die diese Nummer anriefen, dachten, sie würden Santa Claus anrufen, bekamen stattdessen aber NORAD ans Telefon.

Natürlich geht auch das Militär mit der Zeit. Sogar über Twitter lässt sich das Geschehen verfolgen und auch bei Youtube gibt es die ersten Eindrücke:



Wer also am 24. Dezember genügend Zeit hat, der sollte bei www.noradsanta.org vorbeischauen.

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