In den letzten Wochen habe ich mich hauptsächlich mit den so genannten sozialen Netzwerken beschäftigt - auch ein Grund, warum dieser Blog zeitweise brach lag. Eine sehr zeitraubende Angelegenheit, wenn man zusätzlich das Smartphone nutzt, "always on" zu sein, um den Nachrichtenstrom zeitnah zu verfolgen.
Neben der "klassischen" Mail verlangt auch der RSS-Reader Beachtung. Und so kann es passieren, dass sich die Netzaktivitäten in einer Art Endlosschleife bewegen: Kaum ist ein Bereich abgearbeitet, meldet sich bereits das nächste Programm und heischt nach Aufmerksamkeit. Kurz: Man kommt zu nichts. Produktive Arbeit erstickt teilweise in der Flut der Postings, Tweets, "Gefällt mir"-Meldungen und Spieleaktivitäten und anderen Erfindungen der sozialen Netzwerke.
Die erste Bilanz der vergangenen Wochen ist also eher ernüchternd. Hier meine persönliche Betrachtung einiger Dienste - wobei ich den Begriff Soziale Netzwerke auch auf andere Bereiche des Web 2.0 ausdehnen möchte.
Im "traditionellen" Bereich des Web 2.0 sind die RSS-Feeds, die ich über den Google-Reader lese, etabliert und haben immer noch ihre Berechtigung. Vernünftig organisiert erleichtern sie die tägliche Routine, wichtige und interessante Nachrichtenquellen in "einem Rutsch" abzufragen. Auch das Weblog, das Apologeten des Web 2.0 teilweise schon abgeschrieben und zum alten Eisen gelegt haben, hat immer noch seine Qualitäten. Durch Tags, Kategorien, Suchfunktionen und anderen Tools können fachbezogene Weblogs immer noch eine Quelle der Informationsbeschaffung sein. Beiträge in Weblogs verschwinden nicht nach einiger Zeit im Strudel der Nachrichtenfeeds.
Ganz anderes natürlich Twitter. Hier haben die Tweets eine Lebenszeit von einigen Stunden, bevor sie in der endlosen timeline mäandern. Aber dies ist gerade der Reiz von Twitter, das sozusagen das Boulevardblatt des Netz geworden ist. Es gibt informative Tweets, es gibt witzige Tweets, die das Niveau eines guten Aphorismus erreichen, es gibt "Klotweets", kurz: alles was es so auch im Offline-Leben gibt. Auch die recht offene Schnittstelle von Twitter hat wesentlich dazu beigetragen, dass andere Anbieter vielfältige Möglichkeiten bieten, dieses Microblogging in anderen Anwendungen und Diensten zu nutzen.
Facebook gilt als das soziale Netzwerk. Leider leidet die Qualität der Beiträge. Die bei Twitter positiv eingesetzten Schnittstellen verursachen bei Facebook nur einen Brei von Meldungen. Kommentare sind zwar hier möglich, verschwinden aber bereits nach einiger Zeit in der Abstellkammer.
Buzz von Google wurde anfangs bejubelt und ist derzeit nicht so gefragt. Jedoch ist dieser Dienst wesentlich diskussionsfreudiger als die anderen Netzwerke, weil neue Kommentare den entsprechenden Beitrag wieder in die timeline nach oben pushen. Dadurch entstehen echte Diskussionen, die - ungewöhnlich für soziale Netzwerke - eine Halbwertszeit von einigen Tagen und nicht Stunden haben können. Das hebt wohltuend von Facebook ab.
Andere Netzwerke reisse ich nur mal kurz an: Foursquare ist auch ein Microblog, das zusätzlich Informationen über seinen Strandort weitergibt. Ping.fm ist ein mächtiges Tool, das als eine Art Schaltzentrale der sozialen Netzwerke angesehen werden kann. Posterous.com ist ein Blog, das ebenfalls eng an vorhandene Netzwerke gekoppelt werden kann.
Natürlich habe ich nicht alle Netzwerke vorstellen können. Dies wird im Laufe der nächsten Wochen und Monate nachgeholt werden. Man kann jedoch bereits ein Fazit ziehen: Wie so viele "Errungenschaften" des Web 2.0 sind diese Anwendungen zwar nützlich, aber hoffnungslos überbewertet.
Sonntag, 27. Juni 2010
Mittwoch, 9. Juni 2010
Wie hacke ich einen Computer?
Wer kennt nicht die Szenen in den Kinofilmen, in denen der Held vor einem Computer sitzt, der Countdown tickt zur Explosion (wahlweise Weltuntergang oder vergleichbar Schreckliches) und es fehlt das Passwort für den Zugang?
Selbstverständlich errät der Held mit oder ohne Hilfe begleitender Cohelden das Kennwort des Bösewichts - innerhalb von Minuten. Was jedem Datenschutzbeauftragten die Haare zu Berge stehen lässt, visualisiert collegehumor so
via Spreeblick
Selbstverständlich errät der Held mit oder ohne Hilfe begleitender Cohelden das Kennwort des Bösewichts - innerhalb von Minuten. Was jedem Datenschutzbeauftragten die Haare zu Berge stehen lässt, visualisiert collegehumor so
via Spreeblick
Freitag, 28. Mai 2010
Mönchengladbach - Rollende Ausstellung über Deportationen
Mönchengladbach - Rollende Ausstellung über Deportationen: "Der 'Zug der Erinnerung' soll im kommenden Jahr an Bahnhöfen in Mönchengladbach und Umgebung Halt machen. Die rollende Ausstellung zur Geschichte der Juden-Deportationen im Dritten Reich könnte, so der Plan von Regionaldekan Ulrich Clancett, zwischen Oster- und Sommerferien 2011 in der Region einfahren. Und er könnte dabei auch Ziele wie Korschenbroich und Jüchen ansteuern.
"
Donnerstag, 4. März 2010
Die Antwort auf alle Fragen
Diese Seite als Antwort auf alle Fragen habe ich ja bereits verlinkt.Es macht mir immer Freude, auf Fragen, deren Antwort ich auch nicht kenne, mit 42 zu antworten. Noch schöner ist es, wenn diese "Antwort" bereits bekannt ist und man Hinweise zum richtigen Gebrauch des Handbuchs erhält oder zum Mitnehmen eines Handtuchs aufgefordert wird.
Um das nicht ganz so kryptisch zu machen, hier die Erklärung für die "Nichteingeweihten". Es handelt sich hier um Zitate aus dem SF-Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams, der auch großartig von Garth Jennings verfilmt wurde.
Die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest" ("life, the universe and everything") wurde einem Supercomputer vorgelegt, der nach einer Rechenzeit von nur 7,5 Millionen Jahren eben diese Antwort nannte.
Douglas Adams hat diese Antwort so kommentiert:
Um das nicht ganz so kryptisch zu machen, hier die Erklärung für die "Nichteingeweihten". Es handelt sich hier um Zitate aus dem SF-Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams, der auch großartig von Garth Jennings verfilmt wurde.
Die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest" ("life, the universe and everything") wurde einem Supercomputer vorgelegt, der nach einer Rechenzeit von nur 7,5 Millionen Jahren eben diese Antwort nannte.
Douglas Adams hat diese Antwort so kommentiert:
“The answer to this is very simple. It was a joke. It had to be a number, an ordinary, smallish number, and I chose that one. Binary representations, base thirteen, Tibetan monks are all complete nonsense. I sat at my desk, stared into the garden and thought '42 will do'. I typed it out. End of story.”Schade, keine Mystik! Übrigens liefert auch Google diese Antwort auf Suchanfragen. Bekanntlich arbeitet die Google-Suche auch als Taschenrechner. Wer also beispielsweise wissen will, wie viel 813 x 752 ist bekommt das Ergebnis (611376) einfach über diese Suchfunktion. Die Frage nach the answer to life, the universe and everything wird folgerichtig beantwortet: 42!
„Die Antwort darauf ist ganz einfach. Es war ein Scherz. Es musste eine Zahl sein, eine gewöhnliche, relativ kleine Zahl, und ich entschied mich für diese. Binäre Darstellungen, Basis 13, Tibetische Mönche, das ist alles kompletter Unsinn. Ich saß an meinem Schreibtisch, blickte in den Garten hinaus und dachte ‚42 wird gehen‘. Ich schrieb es hin. Ende der Geschichte.“
Sonntag, 28. Februar 2010
Neue Fotos von 9/11
Der Anschlag vom 11. September 2001 auf das World Trade Center gehört mit seinen Bildern zu den schlimmsten Ereignissen der neueren Geschichte. Wie oft wurden die Bilder des Einsturzes gezeigt und man musste jedesmal bei diesem Anblick schaudern.
Während dieser tragischen Ereignisse konnte damals ein Polizeihubschrauber Fotos machen, die jedoch nie veröffentlicht wurden. Dem amerikanischen Nachrichtensender ABC gelang es nun, Zugang zu diesem Fotomaterial in einer Anfrage zum Freedom of Information Act zu erlangen. Diese Bilder sind auf abcnews.go.com zu sehen.
Interessant wäre es sich über die Unterschiede des genannten Freedom of Information Act und dem deutschen Informationsfreiheitsgesetz Gedanken zu machen. Mir erscheint die amerikanische Version wesentlich bürgernäher.
Während dieser tragischen Ereignisse konnte damals ein Polizeihubschrauber Fotos machen, die jedoch nie veröffentlicht wurden. Dem amerikanischen Nachrichtensender ABC gelang es nun, Zugang zu diesem Fotomaterial in einer Anfrage zum Freedom of Information Act zu erlangen. Diese Bilder sind auf abcnews.go.com zu sehen.
Interessant wäre es sich über die Unterschiede des genannten Freedom of Information Act und dem deutschen Informationsfreiheitsgesetz Gedanken zu machen. Mir erscheint die amerikanische Version wesentlich bürgernäher.
Montag, 22. Februar 2010
Langeweile?
Wer Zeit hat, sollte mal mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok fahren. Durchfahren werden sieben Zeitzonen, zwölf russische Gebiete, 87 Städte und Hunderte Bahnhöfe und Haltestellen. Dafür braucht man sich nicht aus dem Haus zu bewegen, sondern geht zu dieser Seite
Monoface stellt angeblich 759.375 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Gesichter zu verfremden. Ich habe nicht alle ausprobiert, weil ich noch in der virtuellen Eisenbahn sitze.
Man sollte sich jedoch darauf einstellen, die nächsten 150 Stunden vor dem Bildschirm zu sitzen. Die Zeit kann man sich übrigens damit vertreiben, sich Tolstoys Krieg und Frieden vorlesen zu lassen - natürlich auf russisch.
Sollten Sie sich gefragt haben, was bei einer Zombie-Invasion zu tun ist und Sie wohnen zufälligerweise in Aachen, dann haben Sie Glück. Denn auch hier hilft Google-Maps weiter: Zombie Invasionsplan Aachen
Wollen Sie eine Webseite hören? Die Anwendung codeorgan.com generiert aus dem Quelltext einer Seite Musik - zumindestens so etwas ähnliches. Mein Blog hört sich grausam an. Vielleicht gibt es ja Seiten mit musikalischerem Quelltext.
Zum Schluss nur etwas für Eingeweihte. Die Seite www.die-antwort-auf-alle-fragen.de verspricht viel, hält aber die Antwort auf alle Fragen jederzeit parat - garantiert.
Freitag, 19. Februar 2010
Aus dem Leben eines Elektrons
Naturwissenschaftliche Themen oder gar Kosmologie verständlich darzustellen ist eine wahre Kunst. Harald Lesch schafft es in diesem Video sogar, der Entstehungsgeschichte des Kosmos einen unterhaltsamen satirischen Wert zu geben.
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