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Donnerstag, 4. März 2010

Die Antwort auf alle Fragen

Diese Seite als Antwort auf alle Fragen habe ich ja bereits verlinkt.Es macht mir immer Freude, auf Fragen, deren Antwort ich auch nicht kenne, mit 42 zu antworten. Noch schöner ist es, wenn diese "Antwort" bereits bekannt ist und man Hinweise zum richtigen Gebrauch des Handbuchs erhält oder zum Mitnehmen eines Handtuchs aufgefordert wird.

Um das nicht ganz so kryptisch zu machen, hier die Erklärung für die "Nichteingeweihten". Es handelt sich hier um Zitate aus dem SF-Roman Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams, der auch großartig von Garth Jennings verfilmt wurde.

Die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest" ("life, the universe and everything") wurde einem Supercomputer vorgelegt, der nach einer Rechenzeit von nur 7,5 Millionen Jahren eben diese Antwort nannte.

Douglas Adams hat diese Antwort so kommentiert:
“The answer to this is very simple. It was a joke. It had to be a number, an ordinary, smallish number, and I chose that one. Binary representations, base thirteen, Tibetan monks are all complete nonsense. I sat at my desk, stared into the garden and thought '42 will do'. I typed it out. End of story.”

„Die Antwort darauf ist ganz einfach. Es war ein Scherz. Es musste eine Zahl sein, eine gewöhnliche, relativ kleine Zahl, und ich entschied mich für diese. Binäre Darstellungen, Basis 13, Tibetische Mönche, das ist alles kompletter Unsinn. Ich saß an meinem Schreibtisch, blickte in den Garten hinaus und dachte ‚42 wird gehen‘. Ich schrieb es hin. Ende der Geschichte.“
Schade, keine Mystik! Übrigens liefert auch Google diese Antwort auf Suchanfragen. Bekanntlich arbeitet die Google-Suche auch als Taschenrechner. Wer also beispielsweise wissen will, wie viel 813 x 752 ist bekommt das Ergebnis (611376) einfach über diese Suchfunktion. Die Frage nach the answer to life, the universe and everything wird folgerichtig beantwortet: 42!

Sonntag, 28. Februar 2010

Neue Fotos von 9/11

Der Anschlag vom 11. September 2001 auf das World Trade Center gehört mit seinen Bildern zu den schlimmsten Ereignissen der neueren Geschichte. Wie oft wurden die Bilder des Einsturzes gezeigt und man musste jedesmal bei diesem Anblick schaudern.

Während dieser tragischen Ereignisse konnte damals ein Polizeihubschrauber Fotos machen, die jedoch nie veröffentlicht wurden. Dem amerikanischen Nachrichtensender ABC gelang es nun, Zugang zu diesem Fotomaterial in einer Anfrage zum Freedom of Information Act zu erlangen. Diese Bilder sind auf abcnews.go.com zu sehen.

Interessant wäre es sich über die Unterschiede des genannten Freedom of Information Act und dem deutschen Informationsfreiheitsgesetz Gedanken zu machen. Mir erscheint die amerikanische Version wesentlich bürgernäher.

Montag, 22. Februar 2010

Langeweile?

Wer Zeit hat, sollte mal mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok fahren. Durchfahren werden sieben Zeitzonen, zwölf russische  Gebiete, 87 Städte und Hunderte Bahnhöfe und Haltestellen. Dafür braucht man sich nicht aus dem Haus zu bewegen, sondern geht zu dieser Seite
 
Man sollte sich jedoch darauf einstellen, die nächsten 150 Stunden vor dem Bildschirm zu sitzen. Die Zeit kann man sich übrigens damit vertreiben, sich Tolstoys  Krieg und Frieden vorlesen zu lassen - natürlich auf russisch.

Sollten Sie sich gefragt haben, was bei einer Zombie-Invasion zu tun ist und Sie wohnen zufälligerweise in Aachen, dann haben Sie Glück. Denn auch hier hilft Google-Maps weiter: Zombie Invasionsplan Aachen 

 
 
Wollen Sie eine Webseite hören? Die Anwendung codeorgan.com generiert aus dem Quelltext einer Seite Musik - zumindestens so etwas ähnliches. Mein Blog hört sich grausam an. Vielleicht gibt es ja Seiten mit musikalischerem Quelltext.

Monoface stellt angeblich 759.375 verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Gesichter zu verfremden. Ich habe nicht alle ausprobiert, weil ich noch in der virtuellen Eisenbahn sitze.
 

Zum Schluss nur etwas für Eingeweihte. Die Seite www.die-antwort-auf-alle-fragen.de verspricht viel, hält aber die Antwort auf alle Fragen jederzeit parat - garantiert.

Freitag, 19. Februar 2010

Aus dem Leben eines Elektrons

Naturwissenschaftliche Themen oder gar Kosmologie verständlich darzustellen ist eine wahre Kunst. Harald Lesch schafft es in diesem Video sogar, der Entstehungsgeschichte des Kosmos einen unterhaltsamen satirischen Wert zu geben.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Social Overkill

Ich bin fertig. Nicht von Karneval. Nein, die sozialen Netzwerke saugen einem die Zeit weg.

RSS-Reader lesen, Artikel empfehlen, Emails lesen, Emails beantworten, Lesezeichen aufrufen, Webseiten bearbeiten, Twitter lesen, Twitter schreiben, Facebook lesen, Emails lesen, Facebook schreiben, Emails beantworten, Buzz lesen, Twitter schreiben, Buzz schreiben, Blogs lesen, Twitter schreiben, Blog schreiben, Kommentare lesen, Emails lesen, Kommentare beantworten, Emails lesen, Twitter schreiben ...

Das alles gleichzeitig und nebenher. Es summt und zwitschert den ganzen Tag. Unterwegs auf dem Handy. Abends auf dem Netbook. Und nachts träumt man vom RSS-Reader lesen, Artikel empfehlen, Emails lesen, Emails beantworten, Lesezeichen aufrufen, Webseiten bearbeiten, Twitter lesen, Twitter schreiben, Facebook lesen, Emails lesen, Facebook schreiben, Emails beantworten, Buzz lesen, Twitter schreiben, Buzz schreiben, Blogs lesen, Twitter schreiben, Blog schreiben, Kommentare lesen, Emails lesen, Kommentare beantworten, Emails lesen, Twitter schreiben.
 

Montag, 15. Februar 2010

Klagewahn!?

Gibt es im Augenblick in den Medien eine Kampagne, Hartz IV-Empfänger nur noch als Sozialschmarotzer zu bezeichnen? Man gewinnt langsam den Eindruck, dass Westerwelles Leistungsträger zum Angriff auf Solidarprinzipien unserer Gesellschaft blasen. So lese ich in der Zeitschrift Cicero - Magazin für politische Kultur [sic] - den Artikel Der Hartz IV-Klagewahn von Thore Barfuss.

Seine Aussagen sind für die genannte Situation typisch: "Hier greift ein Phänomen um sich, das der Unterschicht eine weitere Einnahmequelle eröffnet: Die Hartz-IV-Klage. Wie lange aber ist der deutsche Steuerzahler noch bereit, sich auf seine eigenen Kosten verklagen zu lassen". Wieviel Zynismus steckt schon in diesem Teasertext! "Unterschicht" und "Hartz-IV-Empfänger" sind identisch; mit der zusätzlichen "Einnahmequelle" zeigt sich der Schmarotzer schon gierig und faul. Dass der Anlass für diese Klagen meistens falsche Bescheide sind, fällt unterm Tisch. Außerdem ist auch der Hartz-IV-Empfänger Steuerzahler und dieser wird normalerweise auch nicht verklagt, sondern die Arbeitsagenturen.

Barfuss fragt weiter: "Wie ist es um die Moral jener Hartz-IV-Empfänger bestellt, die lieber den eigenen Geldgeber verklagen, als ihre Energie für die Jobsuche zu verwenden?" Und: "Deutschland macht es den Klägern viel zu einfach. Aus der notwendigen Möglichkeit auch ohne eigenes Kapital zu klagen, um unrechtmäßige Entscheidungen aufzuheben, ist eine weitere Möglichkeit geworden, mehr Geld (und sei es noch so wenig) vom Staat abzugreifen. Es wird zugelassen, dass Nicht-Steuerzahler die Steuerzahler auf deren Kosten verklagen, um am Ende mehr Geld von ihnen zu bekommen."

Möglicherweise sind dem Autor die genannten zwei- oder dreistelligen Summen, um die es geht zu poppelig. Er möge mal versuchen, seine hier dargestellte Arroganz bei den augenblicklichen Regelsätzen der "Prozesshansels" durchzuhalten. Schließlich sollte er mal über den Begriff des "Rechtsstaates" nachdenken und vielleicht kommt er dann zum dem Ergebnis, dass Rechtsstaatlichkeit kein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre aus einer Kosten-Nutzen-Analyse ist.

Aber nur vielleicht.

Freitag, 12. Februar 2010

Lieber bützen als buzzen

Dass Google seinen neuen Dienst Buzz ausgerechnet in der Karnevalszeit launcht, ist eher zufällig - ist aber hier in rheinischer Provenienz mehr als Narretei angekommen.

Groß waren die Ankündigungen des Internetriesen. Hoch war die Erwartung, die man an die Innovation in sozialen Netzwerken stellte und um so tiefer die Enttäuschung, als der buzz endlich im eigenen Account auftauchte.

Ich fürchte, dass buzz wie orkut sanft einschlafen wird. Großartige Neuerungen sind hier nicht zu finden. Dieser Angriff auf die etablierten Dienste wie facebook und twitter ist bereits jetzt fehlgeschlagen: Kein Anwender wird nun "sein" facebook aufgeben und zu buzz umziehen und hier wieder von vorne beginnen, "sein" soziales Netzwerk neu zu definieren.

Die einzige Überlebenschance sehe ich darin, wenn Google seinen neuen Dienst so weit öffnet, dass Statusmeldungen aus den bekannten Anwendungen in buzz fliessen und umgekehrt. Bislang werden nur eigene Tweets angezeigt. Auch müssten Anwendungen wie HotSuite oder tweetDeck den neuen Google-Dienst implementieren. Bislang sind mir jedoch keine API-Anwendungen von buzz bekannt.